Mein Weg

Mein Weg - Silvestergottesdienst
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, wieder einmal geht ein Jahr zu Ende und wir blicken zurück. Und jetzt komme keiner und sage, er täte so etwas nicht. Wer von Euch hat denn noch keinen Jahresrückblick gesehen oder so eine Sendung, in der aller Promis gedacht wird, die im Laufe des Jahres 2022 von uns gegangen sind. Wobei ich mich hier zuweilen frage, warum ein solches Totengedenken immer kurz vor Silvester sein muss und nicht einfach am Totensonntag. Oder wie gestern in unserem Tagblatt eine ganze Seite unter der Überschrift „Aufstiege, Abstiege, Abschiede“ die Tops und Flops des Jahres von A bis Z durchbuchstabiert. Aber mal ganz ehrlich: Ist es relevant für unser Leben, ob Thomas Gottschalk als Showmoderator desorientiert wirkt?

Das ist doch das Schöne am Fernsehen: Ich kann es einfach abschalten oder weiterzappen, wenn es mir nicht gefällt. Wir können ganz viel, was uns nicht passt, was uns stört ausblenden. Das funktioniert mit so einer Fernbedienung ziemlich gut. Solange mir ein Thomas Gottschalk gleichgültig ist, mag das auch ok sein. Aber wenn ich den Krieg mit seinen Folgen ausblende, den Hunger in der Welt, die menschengemachten Naturkatastrophen und vieles andere mehr, gerate ich in den Bereich der gefährlichen Gleichgültigkeit.

Wie ist das mit der Realität? Die kann ich nicht so einfach ausschalten oder wegzappen. Und es gäbe hier Dinge, da wünschte ich mir, dass es so einfach möglich wäre. Stellt Euch einfach nur vor, man könnte z.B. mit einer Fernbedienung Putin und den Krieg ausschalten, beenden. Stellt Euch das einfach mal vor! Es mag eine schöne Vorstellung sein, aber leider ist das ein frommer Wunsch.

Aber ich hatte ja nach den Jahresrückblicken gefragt. Ich kann es nicht beweisen, aber ich habe da so meine Theorie, die lautet: Jahresrückblick = Beichte. Also eine ganz einfache Gleichung.

Jetzt schmunzelt Ihr vielleicht. Aber bei einer Beichte blicke ich auch zurück, versuche Geschehenes wieder zu erinnern, zu verstehen, was ich warum falsch gemacht habe oder, was mein Handeln geprägt und beeinflusst hat.

Denken wir nur an Corona – denkt nicht, dass ich das vergessen habe. Wie hat uns das geprägt, im Miteinander und Gegeneinander. Zuweilen hatte ich das Gefühl von Inquisition und erbittertem Glaubenskrieg. Wie schlugen die Wellen hoch, als mein katholischer Freund und Kollege Josef Konitzer und ich gemeinsam einen Versöhnungsgottesdienst hielten, in dem wir zwischen den beiden Corona-Konfessionen vermittelt wollten.

Anderthalb Wochen später haben wir einen ökumenischen Friedensgottesdienst gehalten, weil nun der Krieg in der Ukraine ausgebrochen war. Damals dachten wir alle noch, dass dieser Krieg, den Putin begonnen hat, ein Blitzkrieg würde. Doch es kam anders. Millionen Menschen haben das Land verlassen, abertausende Menschen sind in diesem Krieg umgekommen. Ganze Städte und die Infrastrukturen sind zerstört worden. Kriegsverbrechen und vieles andere mehr sind geschehen und geschehen noch immer – auch in diesem Moment. Ein Krieg, der auch bei uns seine Spuren hinterlassen hat und hinterlassen wird. Er hat unser ganz persönliches Leben verändert, so dass niemand von uns davon unberührt geblieben ist.

Ich erinnere mich an das Zugunglück am 3. Juni, an die vielen Hubschrauber in der Luft, die Sirenen der Rettungsfahrzeuge und ich erinnere mich an die fünf Toten, an sehr emotionale Gottesdienste, gute und sehr schlechte Erfahrungen mit unseren Medien, insbesondere dem ZDF. Und ich erinnere mich an das Schweigen der ehemaligen Verkehrsminister, die sich wenige Tage zuvor bei der Tunnelweihung in Oberau für ihr Tunnelengagement mit vielen hundert Millionen in unserer Region selbst über den grünen Klee gelobt haben, aber wenige Tage später unsichtbar und stimmlos wurden. Waren es nicht auch sie, die durch ihre Sparpolitik bei der Bahn, einen solchen Unfall erst möglich gemacht haben?

Und ich erinnere mich an den G7, die nächtlichen Kontrollgänge durch einen Wachschutz rund um die Johanneskirche. Ich erinnere mich daran, wie Rettungsfahrzeuge nicht auf die Hauptstraße Richtung Klinikum kamen, weil der US-Präsident mit seiner Wagenkolonne auf sich warten ließ, statt wie alle anderen den Hubschrauber zu benutzen.

Und ich erinnere mich an den Mord an der 21jährigen Ukrainerin hier bei uns im Ort. Eine junge Frau, die hier Schutz vor dem Krieg in der Ukraine gesucht hat und den Tod gefunden hat. Das Leben geht seltsame Wege, die wir manchmal nicht verstehen.

Und ich denke an das peinlichste Ereignis dieses Jahres. Die Fußball-WM in Katar. Peinlich war nicht das frühe Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft, sondern das, was sich wegen der OneLove-Binde abgespielt hat und was diese Binde eigentlich aufgedeckt hat, aber von den Fußballverbänden so gar nicht verstanden worden ist. Dass nämlich der europäische Fußball gar keine Rolle bei der FiFa spielt, weil er keine Macht darstellt. Mir hat die Konsequenz gefehlt und die Feigheit der Fußballverbände nicht überrascht. Konsequenterweise hätten die Mannschaften nicht einschüchtern lassen sollen, mit der Binde auflaufen sollen oder einfach sofort abreisen sollen. Das wäre konsequent gewesen und ein mutiges Zeichen. Man wäre – statt hohler Worte in die Mikrophone zu sprechen – dem Rad in die Speichen gefallen. So gibt es sowohl für die FiFa als auch den DFB eine rote Karte samt Platzverweis. Der Fußball hat mich als verloren.

Tja, nun habe ich doch einen Rückblick gemacht. Einen Blick auf das geworfen, was uns in diesem Jahr gemeinsam begegnet ist, das uns miteinander bewegt hat und bewegt. Stimmt meine Theorie Jahresrückblick = Beichte?  Doch, ich denke schon. Denn wir sind nicht so ohnmächtig, wie es bei den großen Dingen immer scheint. Wir stolpern – und das merken wir seit Corona und spätestens seit dem Krieg – z.B. über unsere Geiz-ist-Geil-Mentalität. Die Dinge dürfen nicht viel kosten. Damit haben wir uns dankbar in Abhängigkeiten gebracht, für die wir heute einen hohen Preis zahlen. Eine wichtige Erkenntnis aus dem Blick zurück ist auch, dass nichts selbstverständlich ist.

Paulus fragt so wunderbar:

Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?
Römer 8,35

Ich glaube, das Einzige, was uns von der Liebe Gottes scheiden kann, sind wir selbst, wenn wir vergessen, dass uns Jesus Christus liebt und diese Liebe uns weltweit miteinander verbindet und verpflichtet.

Und damit wende ich nun den Blick auf uns selbst. Jeder Mensch entscheidet sich, seinen Weg zu gehen, seine eigenen Erfahrungen zu machen. Doch die Frage lautet: Was leitet mich auf diesem Weg? Welche Ängste, welche ganz persönlichen Einsamkeiten, welche Glücksmomente…

Es gibt einen wunderbaren Chansonier, der wie ich aus Berlin kommt. Ein echter Berliner: Klaus Hoffmann. Und Klaus Hoffmann schafft es, bei mir mit wenigen Worten, mit seiner Musik Gefühle, Erinnerungen und sogar Gerüche, die lange zurückliegen, wieder zum Leben zu erwecken. Und es gibt von ihm ein Lied, das ich sehr liebe und für heute ausgesucht habe: Mein Weg ist mein Weg:

„Mein Weg ist mein ureigener Weg.“ Mein Weg ist mein ureigner Weg. „Ureigen“ – ein Weg, den nur ich gehe und gehen kann und sonst niemand. Und vielleicht fühle ich mich auch deshalb manchmal einsam und unverstanden.

Mein ureigener Weg ist nicht der Weg, den wir alle gehen, der Weg, den ich heute ein wenig im Rückblick skizziert habe, sondern mein ganz persönlicher Weg, mit meinen Glücksmomenten, meinen Hoffnungen, Herausforderungen und mit meinem ganz persönlichen Scheitern.

Einige von Euch waren schon vor einem Jahr hier bei mir im Gottesdienst. Und damals habe ich Euch eingeladen, einen Brief an Euch selbst zu schreiben, mit dem was Ihr Euch für das neue Jahr vorgenommen habt, was Euch daran hindern könnte, was Euch herausfordert und, was Ihr hofft. Und dann habe ich Euch gebeten, die verschlossenen Briefe mit Eurem Absender hierher auf den Altar zu legen.

Vor ein paar Tagen habe ich Euch diese Briefe zugeschickt. Wie ist es Euch ergangen, als Ihr plötzlich diese Post an Euch selbst bekommen habt? Jemand, der heute nicht hier sein kann, schrieb mir folgende Zeilen:

„Ich habe mich sehr über die – schon fast vergessen geglaubte – Karte mit den guten Vorsätzen und über Ihren Brief gefreut. Beschämt stelle ich fest, dass es nur der Weg der Besserung, nicht aber diese selbst war.“

Der ehrliche Blick zurück, kann uns erkennen lassen, dass es nicht die äußeren Umstände, die großen politischen Ereignisse, waren oder sind, die uns von Gott trennen oder entfernen können, sondern nur wir selbst. Also, wie Paulus schon sagt:

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?
Römer 8,31

Nur wir selbst können uns auf unserem ureigenen Weg von ihm entfernen. Auch das ist es, was Paulus meint, wenn er schreibt:

Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?
Römer 8,35

Nein, all das kann uns nicht scheiden von der Liebe Christi. Es fordert aber unseren Glauben heraus. Und wenn wir uns auf unserem ureigenen Weg von Gott entfernen können, dann können wir auch auf unserem ureigenen Weg wieder auf Jesus Christus zugehen und mit ihm diesen Weg gemeinsam gehen.

Und ganz ehrlich, ist dieser gemeinsame Weg nicht eigentlich das schönste Vorhaben für 2023?

Amen.

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Pfarrer Martin Dubberke, Predigt über Römer 8,33-39, Perikopenreihe V, am Altjahrsabend 2022 in der Markuskirche zu Farchant und der Johanneskirche zu Partenkirchen.

Tageslosung

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Aktueller Feiertag:

30.03.2025 Lätare

Wochenspruch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. ( Joh 12,24 )
Wochenpsalm: Ps 84,2–13
Predigttext: Joh 6,47–51


Der nächste hohe kirchliche Feiertag:

17.04.2025 Gründonnerstag

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Mehr Texte von Pfarrer Martin Dubberke

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 31 - Die Kanzel

Die Kanzel
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Kommt man in eine Kirche fällt einem in der Regel auch gleich die Kanzel auf. Es gibt Kirchen, in denen die Kanzel mehr einem Rednerpult gleicht und es gibt Kanzeln, die erzählen ganze Geschichten und werden selbst zu einer kunstvollen Predigt. Dann gibt es Kanzeln, die leicht erhöht sind oder solche, die in den Hochaltar integriert sind. Das findet man häufig in meiner alten Heimat in den brandenburgischen Dorfkirchen.

ANgeDACHT - Schmerzfrei dank Weisheit

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Wer jetzt denkt, dass es heute unter der Überschrift „Schmerzfrei Dank Weisheit“ von mir Alternative Schmerzmedizin gibt, der irrt. Nein, ich habe keinen Ersatz für Schmerztabletten im Gepäck. In dieser Passionszeit haben wir in der Region Süd unseres Dekanats die Predigtreihe „Schmerzpunkte“. Doch was sind Schmerzpunkte? Schmerzpunkte sind spezifische Probleme, Herausforderungen oder Bedürfnisse, die wir Menschen erleben. Diese können physischer, emotionaler, psychischer, politischer oder sogar wirtschaftlicher Natur sein.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 28 – Der Altar – Tisch des Herrn

Der Altar - Tisch des Herrn
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Die frühe Christenheit kannte noch keinen Altar. Damit hob sie sich von allen anderen Religionen ihrer Zeit ab. Denn im Gegensatz zu allen anderen Religionen der Antike brauchte das Christentum auch keinen Altar, denn Jesus Christus, der am Kreuz gestorben war, war das Opfer, das alle anderen Opfer überflüssig machte. Das Christentum war damit von ihrem Wesen her eine altarlose Religion.

Im Mittelpunkt stand das Zusammenkommen der Gemeinde am ersten Tag der Woche. Das können wir in der Apostelgeschichte 20,7 nachlesen:

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 29 – Das Altarkreuz

Das Altarkreuz
Bildrechte Martin Dubberke

Das Kreuz ist wohl das bekannteste Wiedererkennungszeichen des Christentums. Wer ein Kreuz sieht, weiß in aller Regel sofort, worum es geht. Viele Menschen tragen ein Kreuz an eine Kette um den Hals, manche haben es sich auf den Rücken oder den Oberarm tätowieren lassen. Die meisten Menschen tragen das Kreuz als Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur Kirche, zum Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 27 - Der Altar - Ausrichtung

Der Altar - Ausrichtung
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Der Altar ist der Mittelpunkt einer jeden Kirche. Und er steht in aller Regel im vorderen Bereich einer Kirche. Er bildet das Zentrum einer Kirche. Alles und alle Blicke laufen auf den Altar zu. Das hat verschiedene Gründe. Menschen haben immer Altäre an Orten errichtet, die sie für heilig gehalten haben, an denen sie Gott für gegenwärtig hielten. Das konnten wir in den vorangegangenen Kapiteln sehen.

Was war in der sechsten Woche wichtig?

Rund um die Johanneskirche
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Glaube - Wunder - Schön in Grainau

Als Ralf Tikwe und ich am Mittwoch in Grainau ankamen, habe ich erst einmal die Heizung im Gemeinderaum eingeschaltet, damit es ein wenig wärmer im Raum werden konnte, damit wir am Ende nicht miteinander frieren. Wir stellten uns die Frage, wie viele denn kommen würden. Am Ende kamen zehn Grainauerinnen und Grainauer, um mit Ralf Tikwe, Gottfried von Segnitz und mir ins Gespräch zu kommen und zu hören, was wir Neues erzählen würden.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 26 - Der Altar - Standortbestimmung

Der Altar - Standortbestimmung
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Wo steht eigentlich in der Kirche der Altar? Mittendrin, direkt an der Wand oder so, dass man drum herum gehen kann?

Unsere Mesnerin Elisabeth Beer hat mir kürzlich eine sehr schöne Geschichte aus ihrer Heimat erzählt. Dort gab es einen Altar, um den man sich nicht beim Abendmahl herum versammeln konnte, so wie wir es bei uns z.B. in der Johanneskirche können. Also hielten zwei Kirchenälteste ein Tuch, eine Altardecke, die nun den Altar, den Tisch, um den sich die Gemeinde herum versammelt, symbolisieren sollte.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 25 - Der Altar im Neuen Testament

Kirchenausstattung - Der Altar im Neuen Testament
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Der Altar im Neuen Testament hat eine deutlich tiefere symbolische Bedeutung als im Alten Testament. Waren im Alten Testament die Altäre immer physischer Natur, geht es nun über das Physische hinaus. War der Altar ein Ort der Opferung und der Begegnung mit Gott, so wird nun diese Vorstellung durch das Opfer Jesu Christi am Kreuz erfüllt und transformiert.

ANgeDACHT - Du tust mir kund den Weg zum Leben

Pfarrer Martin Dubberke
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Als ich den Monatsspruch für den Februar sehe, denke ich so bei mir: Passt!!!  „Du tust mir kund den Weg zum Leben“ (Psalm 16,11) Ja, so und nicht anders ist es. Die zurückliegenden Tage in unserem Land, in unserer Republik gehen mir nicht aus dem Kopf. Und natürlich denke ich dabei an den 23. Februar. Ein lieber Kollege von mir würde jetzt wahrscheinlich fragen: „Ja, sind die jetzt alle vogelwild geworden?“

War war in der vierten Woche wichtig?

Rund um die Johanneskirche
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Dekanatskonferenz

Einmal im Monat treffen sich alle Pfarrerinnen und Pfarrer, alle Diakoninnen und Diakone im Haus der Evangelischen Kirche in Weilheim zur Dekanatskonferenz. Zum einen geht es um inhaltliche Themen, wo immer ein Referent oder eine Referentin kommt und zum anderen gibt es einen Geschäftsteil, in dem eine ganze Menge Dinge geregelt werden müssen, wo es auch um Informationen aus der Landeskirche geht.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 24 - Der Altar im Alten Testament

Altar
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Um sich der Frage, was ein Altar ist und welche Bedeutung er hat, anzunähern, ist es ganz hilfreich, mal ein wenig in der Bibel zu stöbern. Das Thema "Altar" zieht sich durch die gesamte Bibel und hat in verschiedenen Kontexten unterschiedliche Bedeutungen. Am Beispiel einiger zentraler Stellen wird deutlich, dass der Altar durch die Geschichte hindurch verschiedene Bedeutungen hatte und hat. Einige dieser Stellen möchte ich beispielhaft vorstellen:

Zuerst Genesis 8,20:

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 23 - Der Altar

Kirchenausstattung - Altar
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Wer eine Kirche betritt, sieht in aller Regel sofort den Altar. Alles in einer Kirche ist auf den Altar ausgerichtet, der gewissermaßen den Mittelpunkt einer Kirche bildet. Dabei kann der Altar viele Formen haben. In vielen evangelischen Kirchen steht da ein einfacher Tisch, in manchen Kirchen – insbesondere in meiner alten Heimat Berlin-Brandenburg – gibt es Altäre, die mit der Kanzel kombiniert sind. Sprich: Altar und Kanzel bilden eine Einheit. Der Altar hat dann etwas von einem Hochaltar.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 22 - Topf oder Vase

Topf oder Vase
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Blumen sind Botschafter. Sie tragen eine Botschaft, die wir heute oft nicht mehr dechiffrieren können. Was sie bedeuten können, haben wir am Beispiel der Rose und der Lilie sehen können. Ebenso konnten wir an diesen beiden Beispielen auch sehen, dass nicht nur die Blume, sondern auch die Farbe der Blume eine Botschaft transportieren kann. Aber was ist nun mit der Frage ob Topf oder Vase?

Was war in der zweiten Woche wichtig?

Rund um die Johanneskirche
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#wasglaubstdu - Manch einer wundert sich vielleicht, dass es immer wieder diese Raute # gibt und dann dahinter Worte ungetrennt geschrieben werden. Also, z.B. #wasglaubstdu – ausgesprochen heißt das „Hashtag Was glaubst Du?“ Wenn man das so im Internet oder den sozialen Medien sucht, findet man mit einem Male eine ganze Menge Texte zum Thema Glaube oder Glaubensbekenntnis oder auch ganz persönliche Glaubensgeschichten. Und so haben wir in dieser Woche im Konfi mal die Frage gestellt: „Was glaubst Du?“

KIRCHENAUSSTATTUNG: FOLGE 21 – DIE LILIE

Die Lilie
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Bei Jesus Sirach 39,14 heißt es: Wie Weihrauch werdet ihr Duft verströmen und aufblühen wie eine Lilie. Erhebt eure Stimme zum Lobgesang und preist den Herrn für all seine Werke.

Für Jesus Sirach ist die Lilie das Symbol für Schönheit, Reinheit und Anmut. Auch an anderen Stellen in der Heiligen Schrift ist die Lilie häufig als Sinnbild für Reinheit und Unschuld zu finden. Jesus selbst erwähnt bei Matthäus die Lilie, um Gottes Fürsorge zum Ausdruck zu bringen und die Schönheit der Schöpfung Gottes hervorzuheben:

Was war in der Woche 1 wichtig?

Rund um die Johanneskirche
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Die erste Woche des neuen Jahres liegt nun hinter uns. Am Montag ist Epiphanias und dann beginnt auch schon die Epiphanias-Zeit. Viel ist da bei uns in der Gemeinde noch nicht passiert. Es gab die ersten beiden Beerdigungen des Jahres in dieser Woche und kommende Woche wird es die erste Taufe geben.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 20 - Die Rose

Die Rose
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Wie gesagt: Viele Blumen haben eine Bedeutung. Denken wir nur an Rote Rosen. Sie sind Sinnbild der Liebe. Wem fällt da nicht sofort Goethes Heideröslein ein? Bei der Rose denken wir natürlich auch an die Lutherrose, ein Symbol unserer Konfession. Martin Luther selbst hat sein Wappen, das er 1530 auf der Veste Coburg durch Kurprinz Johann Friedrich erhalten hat, in einem seiner Briefe wie folgt beschrieben:

ANgeDACHT - Prüft alles und behaltet das Gute!

Pfarrer Martin Dubberke
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So hat es der Apostel Paulus seinen Thessalonichern ins Stammbuch geschrieben. Und die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen hat vor vier Jahren den 1. Thessalonicher 5,21 als Jahreslosung für das Jahr 2025 ausgesucht. Gott, wie lange sind diese vier Jahre her? Wer erinnert sich noch an die Zeit, die gefühlt so lange vor dem Krieg in der Ukraine und der großen Fluchtbewegung war? Ja, vor vier Jahren haben wir uns noch mit dem Thema Corona auseinandergesetzt. Tja, und heute?

Was war in der Woche 52 wichtig?

Rund um die Johanneskirche
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Was war das für eine Woche? Unsere Kirchen waren voll bis unters Dach. Ja, es war wieder Heiligabend und die Menschen strömten in unsere Gottesdienste und das war auch gut so. Es war uns gelungen, mit Hilfe von Kolleginnen und Kollegen, am Heiligen Abend an allen Orten Gottesdienste zu feiern. Hier geht ein besonderer Dank auch an Pfrn. Elke Schnabel und Pfr. i.R. Uli Seegenschmiedt. Und es war für alle Beteiligten wieder ein großer Kraftakt.

Was war in der Woche 51 wichtig?

Rund um die Johanneskirche
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Einführung

Am Sonntag wurde Diakon Ralf J. Tikwe durch den Dekan in sein Amt eingeführt. Es war ein festlicher Gottesdienst, in dem Dekan Hammerbacher auch gepredigt hat. Es ging um die Hoffnung, aber auch um die Herausforderungen, vor die unsere Kirche und insbesondere auch unsere Gemeinde gestellt ist. Dekan Hammerbacher hob hervor, dass wir in schwierigen Zeiten leben und hob dann jeden einzelnen aus dem Team hervor, der seinen Beitrag in dieser Gemeinde leistet. Neben der Hoffnung stand auch das Thema Gnade mit im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 18 – Noch mehr Kerzen - Eine für jede Lebenslage

Noch mehr Kerzen
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Es gibt noch weitere Kerzentraditionen. So haben wir z.B. auch Kerzentische, auf denen wir mit einem Gebet verbunden, eine Kerze anzünden. Kürzlich bat mich ein katholischer Freund, ob ich nicht für ihn beten könnte und da ich gerade in der Nähe einer katholischen Kirche war, betrat ich sie und zündete für ihn eine Kerze an, fotografierte sie und schicke sie ihm, damit er wusste, dass ich für ihn gebetet habe. Als er das Bild mit der Kerze bekam, schrieb er mir zurück: „Ein bisschen katholisch bist Du schon…“ – Bin ich das wirklich?

Was war in der Woche 50 wichtig?

Rund um die Johanneskirche
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Kirchenvorstand - Konstituierende Sitzung

Der wohl wichtigste Termin in dieser Woche war am Dienstag die konstituierende Sitzung unseres neuen Kirchenvorstands. Neben all den Regularien, die zu so einer Sitzung gehören, haben wir in dieser Sitzung auch zwei weitere Mitglieder berufen. Sie erinnern sich, dass wir acht Mitglieder des Kirchenvorstands gewählt haben und zwei berufen werden. So haben wir in dieser Sitzung Karin Rupprecht und Walter Heiligenstetter berufen. Sie sitzen damit mit Sitz und Stimme im Kirchenvorstand.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 17 – Kerzen - Die Orientierungslichter unseres Lebens

Kerzen - Die Orientierungslichter unseres Lebens
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Als ich kürzlich in Meran in der Kirche St. Nikolaus war, habe ich 26 Altarkerzen gezählt. Es war ein großartiger Altar, der wir ein Marienmantel angelegt war. Bei uns in der Johanneskirche sind wir dahingegen etwas bescheidener. Hier stehen zwei Altarkerzen auf dem Altar. Aber welche Bedeutung haben eigentlich diese Kerzen? Sollen sie einfach nur eine schöne Stimmung machen? Sollen sie zum Nachdenken und Meditieren einladen? Sollen sie bei uns eine festliche Atmosphäre auslösen? Naja, mit zwei Kerzen wäre das wohl eher ein Candlelight-Dinner.

Was war in der Woche 49 wichtig?

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

EINFÜHRUNG – EIN BEWEGENDER MOMENT

Der Erste Advent, unser Kirchenneujahr war in diesem Jahr auch durch die Entpflichtung des alten Kirchenvorstands und die Verpflichtung des neuen Kirchenvorstands geprägt. Von denen, die aus dem Kirchenvorstand ausgeschieden sind, sind manche fast dreißig Jahre dabei gewesen. Zum Abschied nahm Pfr. Martin Dubberke noch einmal alle in den Arm. Es war ein emotionaler und bewegender Moment. Eine Ära ging zu Ende. Gleichzeitig ist der neue Kirchenvorstand deutlich jünger geworden. Am 10.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 15 – Alles in Farbe – Schwarz

Alles in Farbe - Schwarz
Bildrechte Martin Dubberke

Als ich mir kürzlich ein neues Collarhemd gekauft habe, habe ich mir auch endlich eine schwarze Stola zugelegt. Damit habe ich nun alle liturgischen Farben. Schwarz ist – glaube ich – die einzige liturgische Farbe, die für sich selbst spricht und auch von allen erkannt wird, die nicht wissen, dass es liturgische Farben gibt. Es ist die Farbe der Trauer. Aber Schwarz gehört nicht zu den Hauptfarben in der Evangelischen Kirche. Das sind Violett, Weiß, Rot und Grün. Schwarz ist eine sogenannte liturgische Nebenfarbe.

Was war in der Woche 48 wichtig?

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Umweltausschuss und Blühpakt

Am Dienstag dieser Woche hatte sich der Umweltausschuss zu einem Ortstermin im Kirchhof der Johanneskirche verabredet. Mit dazu kam auch Förster Joachim Mark um den Umweltausschuss zu beraten. Im Mittelpunkt stand die Vorbereitung zur Teilnahme an einer neuen Runde des Blühpaktes und damit die Frage, wie man auf unseren Grundstücken noch mehr tun kann, damit Bienen und andere Insekten gute Lebensmöglichkeiten haben.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 14 – Alles in Farbe – Weiß – Farbe der Orientierung

Weiß - Farbe der Orientierung
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Am Ewigkeits- oder Totensonntag, dem letzten Sonntag des Kirchenjahres ist die liturgische Farbe Weiß. Aber warum ist nicht eigentlich Violett, die Farbe der Passion, des Schmerzes und des Leidens die liturgische Farbe an diesem Tag? Tod und Ewigkeit - das bedeutet doch eigentlich Abschied und Trauer.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 13 – Alles in Farbe – Violett

Alles in Farbe - Violett
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Nur noch wenige Sonntage und wir befinden uns in der Adventszeit. Alle Welt denkt, dass in der Adventszeit Rot die liturgische Farbe der Wahl ist. Die roten Kerzen am Adventskranz suggerieren uns das zumindest. In unserer Farchanter Markuskirche hat das Mesnerteam allerdings schon lange erkannt, dass es sich hierbei nicht um die richtige Farbe handelt. Daher organisieren Sie für den Adventskranz immer violette Kerzen. Sieht ungewohnt aus, ist aber liturgisch vollkommen korrekt, denn die Adventszeit ist Fasten- und Bußzeit, so wie auch die Passionszeit vor Ostern.

Kalenderwoche 45 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
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In dieser Woche fand natürlich eine ganze Menge statt: Kircheneintritt, Dienstbesprechung, Konfi und am Sonnabend noch ein Konzert, aber die wichtigste Veranstaltung in dieser Woche war „Glaube - Wunder - Schön“, zu der wir alle eingeladen hatten, die in Garmisch leben und damit zum Einzugsbereich der Christuskirche gehören. Nach Zeiten von Corona, Heizungsmisere und Umbau wollen wir diesen wichtigen Ort in unserer Gemeinde wieder mit Leben füllen. Der Ort soll mit seiner Vielseitigkeit zu einem spirituellem Zentrum unserer Gemeinde werden.

ANgeDACHT - Optimismus versus Resignation

Pfarrer Martin Dubberke
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Das mit der Gerechtigkeit ist ja so eine Sache. Es gibt so viele Gerechtigkeiten, weil jeder glaubt zu wissen, was gerecht ist. Und weil das so ist, gibt es auch ganz viel Ungerechtigkeit und Unfrieden in unserer Welt. Wie hoffnungsfroh stimmt mich da der Monatsspruch für den November:

Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt. 2. Petrus 1,13

Kalenderwoche KW 44 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
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Herbstferien

Wir haben einen goldenen Herbst. Es sind Ferien, das Laub hat sich wunderbar Gold und Rot gefärbt, das wunderbare Herbstsonnenlicht lädt dazu ein, sich noch einmal in einem Straßencafé mit jemandem auf eine Tasse Kaffee zu treffen oder ein Seelsorgegespräch beim Spazierengehen zu führen und dabei noch einmal nicht nur gute Gedanken, sondern auch das wichtige Vitamin D zu tankendem gut über den Winter zu kommen.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 11 – Alles in Farbe – Grün

Alles in Farbe - Grün
Bildrechte Martin Dubberke

Im Augenblick trage ich eine grüne Stola. Eigentlich ist die meiste Zeit im Jahr grün. Die Zeit zwischen Sonntag Septuagesimä und Estomihi also die Vorpassionszeit und die Trinitatiszeit – sprich:  die ganzen Sonntage ab Trinitatis bis zum Vorletzten Sonntag des Kirchenjahres – sind grün. In dieser Zeit hängen am Altar und der Kanzel grüne Antependien. Und wer eine Stola trägt, legt sich eine grüne Stola um.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 10 - Alles in Farbe - die liturgischen Farben

Alles in Farbe
Bildrechte Martin Dubberke

Die Kirche ist bunt, so bunt wie das Leben. Für alles gibt es eine Farbe. So wie es auch im Leben oder der Werbung Farben für bestimmte Situationen gibt. So denken wir bei Rot sofort an die Liebe. Blau finden wir oft bei Versicherungen oder bei koffeinfreiem Kaffee oder alkoholfreiem Bier. Blau steht auch für Vertrauen. Oder Gelb – da fällt einem sofort die Post ein. Und bei Magenta hören wir sogar eine bestimmte Tonfolge.

Kalenderwoche 41 - Der kleine Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
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DANKE

Am Erntedankfest haben viele Menschen in unserer Gemeinde zum Gelingen beigetragen. Das ist Gemeinde. Euch allen sage ich, sagen wir herzlichen Dank und Vergelt’s Gott zu. Dieses Erntedankfest war auch ein wenig Erntedank für alle bisherigen Mitglieder des Kirchenvorstands, die in den vergangenen sechs Jahren sich für die Zukunft unserer Gemeinde engagiert haben. Nun stehen die Wahlen vor der Tür. Wir freuen uns, dass wir einen guten Mix aus erneut Kandidierenden und neuen Gesichtern haben.

ANgeDACHT - Ich kann nicht klagen

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Der Klassiker: Zwei Menschen begegnen einander. Fragt der eine den anderen: „Na, wie geht es Dir?“ Und der andere antwortet: „Ach, ich kann nicht klagen.“

Schon allein das „Ach“ ist doch verräterisch. Wer nicht klagen kann beginnt seinen Satz nicht mit einem „Ach!“ Und wenn er dann noch sagt, dass er nicht klagen kann, dann ist doch damit auch alles Nachfragen sinnlos, oder?

KALENDERWOCHE 40 – EIN KLEINER WOCHENRÜCKBLICK

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

FEUERLÖSCHEN & REANIMATION

Am Montag ging es für uns Pfarrer nach Herzogsägmühle. Die Dekanatskonferenz stand mal wieder im Kalender. Alle vier Wochen kommen die Pfarrerinnen und Pfarrer, die Diakoninnen und Diakone zur Dekanatskonferenz zusammen. Da gibt es immer einen inhaltlichen Teil und einen sogenannten Geschäftsteil. Dieses Mal hatte die Notfallseelsorge den inhaltlichen Teil vorbereitet. Auf dem Programm standen Feuerlöschen und Reanimation. Also, eigentlich alles, was wir Pfarrerinnen und Pfarrer tagtäglich machen müssen.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 9 - Die Abendmahlstücher - leider viel zu wenig im Blick

Die Abendmahlstücher
Bildrechte Martin Dubberke

Im Rahmen der Paramentik spielen auch die Abendmahlstücher eine wichtige Rolle. Sie werden von der Gemeinde in der Regel aber nicht als Teil der Paramentik wahrgenommen. Wer in einen evangelischen Abendmahlsgottesdienst kommt, kann immer sofort erkennen, dass es sich um einen solchen handelt, weil das Abendmahlsgeschirr, Kelch und Patene vorbereitet auf dem Altar auf einem Tuch stehen und von Tüchern verdeckt sind. Es gibt insgesamt vier Abendmahlstücher: Das Corporale, das Purificatorium, die Palla und das Velum.