Ein Land darin Weizen wächst

Erntealtar in der Johanneskirche zu Partenkirchen - Erntedank 2022
Bildrechte Martin Dubberke

Liebe Geschwister, wir leben in einem guten Land…in einem Land, darin Bäche und Quellen sind und Wasser in der Tiefe, die aus den Bergen und in den Auen fließen, ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, … wachsen, ein Land, darin es … Honig gibt, ein Land, wo du Brot genug zu essen hast, wo dir nichts mangelt, ein Land, in dessen Steinen Eisen ist, wo du Kupfererz aus den Bergen haust. Und wenn du gegessen hast und satt bist. 5. Mose 8, 8-10a

Wir leben in einem guten Land, in dem wir Freiheit haben, ein Land, in dem wir auf die Straße gehen können und unsere Meinung sagen können, selbst, wenn sie vielleicht total bescheuert sein sollte.

Wir leben aber auch in einem Land, in dem es noch immer die Erinnerung an den Krieg, die Zerstörung der Häuser und der Felder gibt, den Hunger, der Flucht, dem Verlust der Heimat, die absolute Diktatur, die Aggression gegen den Rest der Welt, die mediale Manipulation über gleichgeschaltete Medien.

Doch allmählich stirbt diese Generation aus, die uns noch – wie meine Mutter – von der Flucht aus ihrer Heimat, dem Hunger, der Angst vor den Bomben und den Tieffliegern erzählen können. Meine Mutter war am Ende des Krieges noch nicht ganz 13 Jahre alt. So alt, wie viele der rund 600 Kinder, die mit ihren Müttern aus der Ukraine zu uns in den Landkreis geflohen sind.

Wir leben in einem Land, in dem wir Freiheit und Demokratie lernen durften und was Freiheit und Demokratie möglich wird: Nämlich Wohlstand und – Pardon – der Wohlstandsbauch.

Doch genau darin liegt auch die große Gefahr, denn der Wohlstand, der Wohlstandsbauch macht bequem und lässt vergessen, dass Wohlstand nicht selbstverständlich ist. Ja, lässt auch vergessen, auf wessen Kosten wir im Wohlstand leben.

Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den Herrn, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat.

So hüte dich nun davor, den HERRN, deinen Gott, zu vergessen, sodass du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, nicht hältst. 5. Mose 8, 10-11

Wir leben heute in einer Situation, in der wir die Folgen aus diesem Vergessen erleben. Hielten wir uns an die Gebote Gottes, sähe die Welt anders aus. Würden wir Gott nicht vergessen oder Gott und die Schöpfung für missachtende Politik missbrauchen, sondern aus Dankbarkeit Gott gegenüber handeln, lebten wir in einer besseren Welt, in der es Wohlstand für alle gäbe. Und Wohlstand für alle, hieße, dass die Welt in einem Gleichgewicht wäre, so wie an dem Tag, an dem Gott die Schöpfung abgeschlossen und bedauerlicherweise den Menschen zum Geschäftsführer seiner Schöpfung gemacht hatte.

Wenn du nun gegessen hast und satt bist und schöne Häuser erbaust und darin wohnst und deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was du hast, sich mehrt, dann hüte dich, dass dein Herz sich nicht überhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergisst, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft, und dich geleitet hat durch die große und furchtbare Wüste, wo feurige Schlangen und Skorpione und lauter Dürre und kein Wasser war, und ließ dir Wasser aus dem harten Felsen hervorgehen und speiste dich mit Manna in der Wüste, von dem deine Väter nichts gewusst haben, auf dass er dich demütigte und versuchte, damit er dir hernach wohltäte. Du könntest sonst sagen in deinem Herzen: Meine Kräfte und meiner Hände Stärke haben mir diesen Reichtum gewonnen. 5. Mose 8, 12-17

Wir wollen nicht vergessen, dass Gott diese Worte spricht. Es sind die Worte, die er zu seinem Volk spricht. Es ist eine Ermahnung, bevor das Volk nach vierzig Jahren Wüstenwanderung den Jordan überschreiten wird. Sprich: Gott weiß aus der der Erfahrung von vierzig Jahren Wüstenwanderung mit seinem Volk, dem Murren und dem Anbeten des Goldenen Kalbs, wo die Schwachstellen seines Volkes liegen.

Es sind die gleichen Schwachstellen, die auch wir heute haben. Viele in unserem Land glaubten bislang, dass der Wohlstand, den wir uns erarbeitet haben, aus uns selbst heraus geworden ist. Wir dürfen heute lernen, angesichts der Teuerung, der Explosion der Energiepreise, der Heizung, der Lebensmittel, dass unser Satt sein, unser Reichtum eben nicht allein aus unserer Kraft heraus entstanden sind, sondern, weil es uns Gott ermöglicht hat.

Dass wir in dieser Welt Hunger haben, hat nicht Gott gemacht, sondern der Mensch. Einzig und allein der Mensch ist für den Hunger und den Krieg in dieser Welt verantwortlich. Gott erlässt in keinem Land der Erde eine Teilmobilmachung. Gott schickt in keinem Land dieser Erde Menschen in den Krieg gegen seine eigenen Geschöpfe. Und es ist auch nicht Gott, der den Hunger und die Kriege zulässt, sondern einzig und allein der Mensch. Es sind Menschen, die Gott vergessen haben, die die Dankbarkeit Gott gegenüber verloren haben, weil sie sich selbst so mächtig fühlen als seien sie Gott. Sie sind es aber nicht.

Weil Gott genau um diese Gefahr wusste, mobilisiert er uns zum Guten. Und genau deshalb sagte er uns, was wir in so einem Moment machen sollen, wenn wir glauben, dass alles aus uns selbst herauskommt und wir in unserer Überheblichkeit und Selbstüberschätzung zu wissen glauben, dass wir dazu keinen Gott gebraucht haben, weil wir keinen Gott gesehen haben und es deshalb auch keinen gibt. Wo das geschieht, wo wir die Demut vor Gott verloren haben, haben wir auch die Demut vor dem Nächsten verloren. Und genau deshalb sagt Gott am Vorabend zur Überquerung des Jordans noch folgendes:

Sondern gedenke an den HERRN, deinen Gott; denn er ist’s, der dir Kräfte gibt, Reichtum zu gewinnen, auf dass er hielte seinen Bund, den er deinen Vätern geschworen hat, so wie es heute ist. 5. Mose 8, 18

So, und hier endet der Predigttext. Ich möchte Euch aber nicht vorenthalten, was Gott noch im nächsten Vers sagen wird. Denn Gott sagt, was geschehen wird, wenn wir all das vergessen:

Wirst du aber den HERRN, deinen Gott, vergessen und andern Göttern nachfolgen und ihnen dienen und sie anbeten, so bezeuge ich euch heute, dass ihr umkommen werdet; 5. Mose 8,19

Und genau daran dürfen wir uns alle erinnern. Die in Politik und Regierung Verantwortlichen genauso wie jeder einzelne von uns. Wir befinden uns gerade in einer Situation in unserer Welt, die Gott in diesem Predigttext als die Gefahr unseres Lebens und unserer Welt vorausgesehen hat.

Jetzt, wann, wenn nicht jetzt, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem gilt, was Gott uns in unser Herz gesprochen hat:

Sondern gedenke an den HERRN, deinen Gott; denn er ist’s, der dir Kräfte gibt, Reichtum zu gewinnen, auf dass er hielte seinen Bund, den er deinen Vätern geschworen hat, so wie es heute ist. 5. Mose 8, 18

Und es ist genau dieser Bund, den er zwischen sich und uns mit seinem Sohn Jesus Christus erneuert hat.

Ihr seht, dass ich heute nicht alleine gekommen bin, sondern, dass mit mir gemeinsam auch Mitglieder aus unserem Tafelteam dabei sind, die wie ich die grüne Schürze tragen. Wir merken an jedem Tag der Woche, wie sehr sich die Welt verändert hat. Wir merken es daran, dass wir viel weniger Lebensmittel aus den Märkten bekommen, weil in den Märkten weniger übrigbleibt, weil weniger in die Märkte geliefert wird. Und wir geben an fünf Tagen in der Woche Lebensmittel aus. In Murnau, Mittenwald, Oberammergau, oder nach Hause zu den Menschen, die nicht mehr selbst kommen können und nicht zuletzt an jedem Freitag hinter unserer Johanneskirche. Jeden Tag sortiert das Team Lebensmittel, die wir bekommen.

Und wir merken, dass immer mehr Menschen zu uns kommen, die unsere Hilfe brauchen und das nicht nur aus den Ländern in denen – wie in der Ukraine – Krieg herrscht, sondern auch aus anderen Ländern, in denen Unterdrückung und Hunger herrscht. Und es werden in diesem Winter noch mehr Menschen kommen, als sonst, weil der Winter auch in der Ukraine einziehen wird, wo Häuser und Infrastruktur in vielen Teilen des Landes zerstört sind, weil die Balkanroute von Serbien wieder geöffnet wurde und weil sich noch mehr Menschen bei uns in Garmisch-Partenkirchen sich das Leben nicht mehr leisten können. Ich höre und erlebe Woche für Woche, Geschichten, von Menschen, die Angst haben, auch Angst haben, ihre Wohnung zu verlieren, weil sie sich all das nicht mehr leisten können. All diese Menschen sind ein Symbol des Endes der Selbstverständlichkeit.

In der Geschichte von der Speisung der Viertausend sagt Jesus:

Mich jammert das Volk, denn sie harren nun schon drei Tage bei mir aus und haben nichts zu essen. Und wenn ich sie hungrig heimgehen ließe, würden sie auf dem Wege verschmachten; denn einige sind von ferne gekommen. Markus 8,2-3

Es jammert auch mich und uns alle von der Tafel, dass Menschen nichts zu essen haben. Und es jammert auch uns, dass wir mittlerweile immer wieder Menschen mit leeren Taschen heimgehen lassen müssen, weil wir keine Lebensmittel mehr haben.

Und dennoch erlebe ich jede Woche Dankbarkeit an unserer Tafel. Wir oft nehmen uns Menschen in den Arm oder kommen zu uns, lächeln uns an und sagen fröhlich Danke zu uns, auch wenn nicht mehr so viel in ihre Taschen legen können wie noch vor einem Jahr.

Auch wir selbst sind dankbar. So wie gerade am Freitag, als wir mit Bananen großzügig sein durften, weil wir so viele davon hatten. Und wir sind auch dankbar dafür, dass uns Vereine und Menschen finanziell unterstützen, gerade und insbesondere in den vergangenen Tagen und Wochen.

Und weil Dankbarkeit so wichtig ist, wollen wir Euch heute zum Danksagen ermuntern.

Erinnert Ihr Euch noch an die Speisung der Viertausend? Es waren nur sieben Brote, die die Jünger hatten und doch wurden alle satt, so satt, dass am Ende noch sieben Körbe Brot übrigblieben.

Und kennt Ihr das Geheimnis für die wundersame Vermehrung des Brotes? – Achtet bitte noch einmal auf den entscheidenden Vers in dieser Geschichte:

Jesus nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, dass sie sie austeilten, und sie teilten sie unter das Volk aus. Markus 8, 6b

Es war der Dank, der das Brot vermehrte und alle sattwerden ließ. Lasst uns also dankbar sein!

Amen.

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Pfr. Martin Dubberke, Predigt am Erntedankfest, 2. Oktober 2022, über 5. Mose 8,7-18 in der Johanneskirche zu Partenkirchen

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Predigttext: Joh 18,28–19,5


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Mehr Texte von Pfr. Martin Dubberke

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 31 - Die Kanzel

Die Kanzel
Bildrechte Martin Dubberke

Kommt man in eine Kirche fällt einem in der Regel auch gleich die Kanzel auf. Es gibt Kirchen, in denen die Kanzel mehr einem Rednerpult gleicht und es gibt Kanzeln, die erzählen ganze Geschichten und werden selbst zu einer kunstvollen Predigt. Dann gibt es Kanzeln, die leicht erhöht sind oder solche, die in den Hochaltar integriert sind. Das findet man häufig in meiner alten Heimat in den brandenburgischen Dorfkirchen.

ANgeDACHT - Schmerzfrei dank Weisheit

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Wer jetzt denkt, dass es heute unter der Überschrift „Schmerzfrei Dank Weisheit“ von mir Alternative Schmerzmedizin gibt, der irrt. Nein, ich habe keinen Ersatz für Schmerztabletten im Gepäck. In dieser Passionszeit haben wir in der Region Süd unseres Dekanats die Predigtreihe „Schmerzpunkte“. Doch was sind Schmerzpunkte? Schmerzpunkte sind spezifische Probleme, Herausforderungen oder Bedürfnisse, die wir Menschen erleben. Diese können physischer, emotionaler, psychischer, politischer oder sogar wirtschaftlicher Natur sein.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 28 – Der Altar – Tisch des Herrn

Der Altar - Tisch des Herrn
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Die frühe Christenheit kannte noch keinen Altar. Damit hob sie sich von allen anderen Religionen ihrer Zeit ab. Denn im Gegensatz zu allen anderen Religionen der Antike brauchte das Christentum auch keinen Altar, denn Jesus Christus, der am Kreuz gestorben war, war das Opfer, das alle anderen Opfer überflüssig machte. Das Christentum war damit von ihrem Wesen her eine altarlose Religion.

Im Mittelpunkt stand das Zusammenkommen der Gemeinde am ersten Tag der Woche. Das können wir in der Apostelgeschichte 20,7 nachlesen:

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 29 – Das Altarkreuz

Das Altarkreuz
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Das Kreuz ist wohl das bekannteste Wiedererkennungszeichen des Christentums. Wer ein Kreuz sieht, weiß in aller Regel sofort, worum es geht. Viele Menschen tragen ein Kreuz an eine Kette um den Hals, manche haben es sich auf den Rücken oder den Oberarm tätowieren lassen. Die meisten Menschen tragen das Kreuz als Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur Kirche, zum Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 27 - Der Altar - Ausrichtung

Der Altar - Ausrichtung
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Der Altar ist der Mittelpunkt einer jeden Kirche. Und er steht in aller Regel im vorderen Bereich einer Kirche. Er bildet das Zentrum einer Kirche. Alles und alle Blicke laufen auf den Altar zu. Das hat verschiedene Gründe. Menschen haben immer Altäre an Orten errichtet, die sie für heilig gehalten haben, an denen sie Gott für gegenwärtig hielten. Das konnten wir in den vorangegangenen Kapiteln sehen.

Was war in der sechsten Woche wichtig?

Rund um die Johanneskirche
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Glaube - Wunder - Schön in Grainau

Als Ralf Tikwe und ich am Mittwoch in Grainau ankamen, habe ich erst einmal die Heizung im Gemeinderaum eingeschaltet, damit es ein wenig wärmer im Raum werden konnte, damit wir am Ende nicht miteinander frieren. Wir stellten uns die Frage, wie viele denn kommen würden. Am Ende kamen zehn Grainauerinnen und Grainauer, um mit Ralf Tikwe, Gottfried von Segnitz und mir ins Gespräch zu kommen und zu hören, was wir Neues erzählen würden.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 26 - Der Altar - Standortbestimmung

Der Altar - Standortbestimmung
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Wo steht eigentlich in der Kirche der Altar? Mittendrin, direkt an der Wand oder so, dass man drum herum gehen kann?

Unsere Mesnerin Elisabeth Beer hat mir kürzlich eine sehr schöne Geschichte aus ihrer Heimat erzählt. Dort gab es einen Altar, um den man sich nicht beim Abendmahl herum versammeln konnte, so wie wir es bei uns z.B. in der Johanneskirche können. Also hielten zwei Kirchenälteste ein Tuch, eine Altardecke, die nun den Altar, den Tisch, um den sich die Gemeinde herum versammelt, symbolisieren sollte.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 25 - Der Altar im Neuen Testament

Kirchenausstattung - Der Altar im Neuen Testament
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Der Altar im Neuen Testament hat eine deutlich tiefere symbolische Bedeutung als im Alten Testament. Waren im Alten Testament die Altäre immer physischer Natur, geht es nun über das Physische hinaus. War der Altar ein Ort der Opferung und der Begegnung mit Gott, so wird nun diese Vorstellung durch das Opfer Jesu Christi am Kreuz erfüllt und transformiert.

ANgeDACHT - Du tust mir kund den Weg zum Leben

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Als ich den Monatsspruch für den Februar sehe, denke ich so bei mir: Passt!!!  „Du tust mir kund den Weg zum Leben“ (Psalm 16,11) Ja, so und nicht anders ist es. Die zurückliegenden Tage in unserem Land, in unserer Republik gehen mir nicht aus dem Kopf. Und natürlich denke ich dabei an den 23. Februar. Ein lieber Kollege von mir würde jetzt wahrscheinlich fragen: „Ja, sind die jetzt alle vogelwild geworden?“

War war in der vierten Woche wichtig?

Rund um die Johanneskirche
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Dekanatskonferenz

Einmal im Monat treffen sich alle Pfarrerinnen und Pfarrer, alle Diakoninnen und Diakone im Haus der Evangelischen Kirche in Weilheim zur Dekanatskonferenz. Zum einen geht es um inhaltliche Themen, wo immer ein Referent oder eine Referentin kommt und zum anderen gibt es einen Geschäftsteil, in dem eine ganze Menge Dinge geregelt werden müssen, wo es auch um Informationen aus der Landeskirche geht.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 24 - Der Altar im Alten Testament

Altar
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Um sich der Frage, was ein Altar ist und welche Bedeutung er hat, anzunähern, ist es ganz hilfreich, mal ein wenig in der Bibel zu stöbern. Das Thema "Altar" zieht sich durch die gesamte Bibel und hat in verschiedenen Kontexten unterschiedliche Bedeutungen. Am Beispiel einiger zentraler Stellen wird deutlich, dass der Altar durch die Geschichte hindurch verschiedene Bedeutungen hatte und hat. Einige dieser Stellen möchte ich beispielhaft vorstellen:

Zuerst Genesis 8,20:

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 23 - Der Altar

Kirchenausstattung - Altar
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Wer eine Kirche betritt, sieht in aller Regel sofort den Altar. Alles in einer Kirche ist auf den Altar ausgerichtet, der gewissermaßen den Mittelpunkt einer Kirche bildet. Dabei kann der Altar viele Formen haben. In vielen evangelischen Kirchen steht da ein einfacher Tisch, in manchen Kirchen – insbesondere in meiner alten Heimat Berlin-Brandenburg – gibt es Altäre, die mit der Kanzel kombiniert sind. Sprich: Altar und Kanzel bilden eine Einheit. Der Altar hat dann etwas von einem Hochaltar.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 22 - Topf oder Vase

Topf oder Vase
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Blumen sind Botschafter. Sie tragen eine Botschaft, die wir heute oft nicht mehr dechiffrieren können. Was sie bedeuten können, haben wir am Beispiel der Rose und der Lilie sehen können. Ebenso konnten wir an diesen beiden Beispielen auch sehen, dass nicht nur die Blume, sondern auch die Farbe der Blume eine Botschaft transportieren kann. Aber was ist nun mit der Frage ob Topf oder Vase?

Was war in der zweiten Woche wichtig?

Rund um die Johanneskirche
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#wasglaubstdu - Manch einer wundert sich vielleicht, dass es immer wieder diese Raute # gibt und dann dahinter Worte ungetrennt geschrieben werden. Also, z.B. #wasglaubstdu – ausgesprochen heißt das „Hashtag Was glaubst Du?“ Wenn man das so im Internet oder den sozialen Medien sucht, findet man mit einem Male eine ganze Menge Texte zum Thema Glaube oder Glaubensbekenntnis oder auch ganz persönliche Glaubensgeschichten. Und so haben wir in dieser Woche im Konfi mal die Frage gestellt: „Was glaubst Du?“

KIRCHENAUSSTATTUNG: FOLGE 21 – DIE LILIE

Die Lilie
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Bei Jesus Sirach 39,14 heißt es: Wie Weihrauch werdet ihr Duft verströmen und aufblühen wie eine Lilie. Erhebt eure Stimme zum Lobgesang und preist den Herrn für all seine Werke.

Für Jesus Sirach ist die Lilie das Symbol für Schönheit, Reinheit und Anmut. Auch an anderen Stellen in der Heiligen Schrift ist die Lilie häufig als Sinnbild für Reinheit und Unschuld zu finden. Jesus selbst erwähnt bei Matthäus die Lilie, um Gottes Fürsorge zum Ausdruck zu bringen und die Schönheit der Schöpfung Gottes hervorzuheben:

Was war in der Woche 1 wichtig?

Rund um die Johanneskirche
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Die erste Woche des neuen Jahres liegt nun hinter uns. Am Montag ist Epiphanias und dann beginnt auch schon die Epiphanias-Zeit. Viel ist da bei uns in der Gemeinde noch nicht passiert. Es gab die ersten beiden Beerdigungen des Jahres in dieser Woche und kommende Woche wird es die erste Taufe geben.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 20 - Die Rose

Die Rose
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Wie gesagt: Viele Blumen haben eine Bedeutung. Denken wir nur an Rote Rosen. Sie sind Sinnbild der Liebe. Wem fällt da nicht sofort Goethes Heideröslein ein? Bei der Rose denken wir natürlich auch an die Lutherrose, ein Symbol unserer Konfession. Martin Luther selbst hat sein Wappen, das er 1530 auf der Veste Coburg durch Kurprinz Johann Friedrich erhalten hat, in einem seiner Briefe wie folgt beschrieben:

ANgeDACHT - Prüft alles und behaltet das Gute!

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

So hat es der Apostel Paulus seinen Thessalonichern ins Stammbuch geschrieben. Und die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen hat vor vier Jahren den 1. Thessalonicher 5,21 als Jahreslosung für das Jahr 2025 ausgesucht. Gott, wie lange sind diese vier Jahre her? Wer erinnert sich noch an die Zeit, die gefühlt so lange vor dem Krieg in der Ukraine und der großen Fluchtbewegung war? Ja, vor vier Jahren haben wir uns noch mit dem Thema Corona auseinandergesetzt. Tja, und heute?

Was war in der Woche 52 wichtig?

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Was war das für eine Woche? Unsere Kirchen waren voll bis unters Dach. Ja, es war wieder Heiligabend und die Menschen strömten in unsere Gottesdienste und das war auch gut so. Es war uns gelungen, mit Hilfe von Kolleginnen und Kollegen, am Heiligen Abend an allen Orten Gottesdienste zu feiern. Hier geht ein besonderer Dank auch an Pfrn. Elke Schnabel und Pfr. i.R. Uli Seegenschmiedt. Und es war für alle Beteiligten wieder ein großer Kraftakt.

Was war in der Woche 51 wichtig?

Rund um die Johanneskirche
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Einführung

Am Sonntag wurde Diakon Ralf J. Tikwe durch den Dekan in sein Amt eingeführt. Es war ein festlicher Gottesdienst, in dem Dekan Hammerbacher auch gepredigt hat. Es ging um die Hoffnung, aber auch um die Herausforderungen, vor die unsere Kirche und insbesondere auch unsere Gemeinde gestellt ist. Dekan Hammerbacher hob hervor, dass wir in schwierigen Zeiten leben und hob dann jeden einzelnen aus dem Team hervor, der seinen Beitrag in dieser Gemeinde leistet. Neben der Hoffnung stand auch das Thema Gnade mit im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 18 – Noch mehr Kerzen - Eine für jede Lebenslage

Noch mehr Kerzen
Bildrechte Martin Dubberke

Es gibt noch weitere Kerzentraditionen. So haben wir z.B. auch Kerzentische, auf denen wir mit einem Gebet verbunden, eine Kerze anzünden. Kürzlich bat mich ein katholischer Freund, ob ich nicht für ihn beten könnte und da ich gerade in der Nähe einer katholischen Kirche war, betrat ich sie und zündete für ihn eine Kerze an, fotografierte sie und schicke sie ihm, damit er wusste, dass ich für ihn gebetet habe. Als er das Bild mit der Kerze bekam, schrieb er mir zurück: „Ein bisschen katholisch bist Du schon…“ – Bin ich das wirklich?

Was war in der Woche 50 wichtig?

Rund um die Johanneskirche
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Kirchenvorstand - Konstituierende Sitzung

Der wohl wichtigste Termin in dieser Woche war am Dienstag die konstituierende Sitzung unseres neuen Kirchenvorstands. Neben all den Regularien, die zu so einer Sitzung gehören, haben wir in dieser Sitzung auch zwei weitere Mitglieder berufen. Sie erinnern sich, dass wir acht Mitglieder des Kirchenvorstands gewählt haben und zwei berufen werden. So haben wir in dieser Sitzung Karin Rupprecht und Walter Heiligenstetter berufen. Sie sitzen damit mit Sitz und Stimme im Kirchenvorstand.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 17 – Kerzen - Die Orientierungslichter unseres Lebens

Kerzen - Die Orientierungslichter unseres Lebens
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Als ich kürzlich in Meran in der Kirche St. Nikolaus war, habe ich 26 Altarkerzen gezählt. Es war ein großartiger Altar, der wir ein Marienmantel angelegt war. Bei uns in der Johanneskirche sind wir dahingegen etwas bescheidener. Hier stehen zwei Altarkerzen auf dem Altar. Aber welche Bedeutung haben eigentlich diese Kerzen? Sollen sie einfach nur eine schöne Stimmung machen? Sollen sie zum Nachdenken und Meditieren einladen? Sollen sie bei uns eine festliche Atmosphäre auslösen? Naja, mit zwei Kerzen wäre das wohl eher ein Candlelight-Dinner.

Was war in der Woche 49 wichtig?

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

EINFÜHRUNG – EIN BEWEGENDER MOMENT

Der Erste Advent, unser Kirchenneujahr war in diesem Jahr auch durch die Entpflichtung des alten Kirchenvorstands und die Verpflichtung des neuen Kirchenvorstands geprägt. Von denen, die aus dem Kirchenvorstand ausgeschieden sind, sind manche fast dreißig Jahre dabei gewesen. Zum Abschied nahm Pfr. Martin Dubberke noch einmal alle in den Arm. Es war ein emotionaler und bewegender Moment. Eine Ära ging zu Ende. Gleichzeitig ist der neue Kirchenvorstand deutlich jünger geworden. Am 10.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 15 – Alles in Farbe – Schwarz

Alles in Farbe - Schwarz
Bildrechte Martin Dubberke

Als ich mir kürzlich ein neues Collarhemd gekauft habe, habe ich mir auch endlich eine schwarze Stola zugelegt. Damit habe ich nun alle liturgischen Farben. Schwarz ist – glaube ich – die einzige liturgische Farbe, die für sich selbst spricht und auch von allen erkannt wird, die nicht wissen, dass es liturgische Farben gibt. Es ist die Farbe der Trauer. Aber Schwarz gehört nicht zu den Hauptfarben in der Evangelischen Kirche. Das sind Violett, Weiß, Rot und Grün. Schwarz ist eine sogenannte liturgische Nebenfarbe.

Was war in der Woche 48 wichtig?

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

Umweltausschuss und Blühpakt

Am Dienstag dieser Woche hatte sich der Umweltausschuss zu einem Ortstermin im Kirchhof der Johanneskirche verabredet. Mit dazu kam auch Förster Joachim Mark um den Umweltausschuss zu beraten. Im Mittelpunkt stand die Vorbereitung zur Teilnahme an einer neuen Runde des Blühpaktes und damit die Frage, wie man auf unseren Grundstücken noch mehr tun kann, damit Bienen und andere Insekten gute Lebensmöglichkeiten haben.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 14 – Alles in Farbe – Weiß – Farbe der Orientierung

Weiß - Farbe der Orientierung
Bildrechte Martin Dubberke

Am Ewigkeits- oder Totensonntag, dem letzten Sonntag des Kirchenjahres ist die liturgische Farbe Weiß. Aber warum ist nicht eigentlich Violett, die Farbe der Passion, des Schmerzes und des Leidens die liturgische Farbe an diesem Tag? Tod und Ewigkeit - das bedeutet doch eigentlich Abschied und Trauer.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 13 – Alles in Farbe – Violett

Alles in Farbe - Violett
Bildrechte Martin Dubberke

Nur noch wenige Sonntage und wir befinden uns in der Adventszeit. Alle Welt denkt, dass in der Adventszeit Rot die liturgische Farbe der Wahl ist. Die roten Kerzen am Adventskranz suggerieren uns das zumindest. In unserer Farchanter Markuskirche hat das Mesnerteam allerdings schon lange erkannt, dass es sich hierbei nicht um die richtige Farbe handelt. Daher organisieren Sie für den Adventskranz immer violette Kerzen. Sieht ungewohnt aus, ist aber liturgisch vollkommen korrekt, denn die Adventszeit ist Fasten- und Bußzeit, so wie auch die Passionszeit vor Ostern.

Kalenderwoche 45 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
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In dieser Woche fand natürlich eine ganze Menge statt: Kircheneintritt, Dienstbesprechung, Konfi und am Sonnabend noch ein Konzert, aber die wichtigste Veranstaltung in dieser Woche war „Glaube - Wunder - Schön“, zu der wir alle eingeladen hatten, die in Garmisch leben und damit zum Einzugsbereich der Christuskirche gehören. Nach Zeiten von Corona, Heizungsmisere und Umbau wollen wir diesen wichtigen Ort in unserer Gemeinde wieder mit Leben füllen. Der Ort soll mit seiner Vielseitigkeit zu einem spirituellem Zentrum unserer Gemeinde werden.

ANgeDACHT - Optimismus versus Resignation

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Das mit der Gerechtigkeit ist ja so eine Sache. Es gibt so viele Gerechtigkeiten, weil jeder glaubt zu wissen, was gerecht ist. Und weil das so ist, gibt es auch ganz viel Ungerechtigkeit und Unfrieden in unserer Welt. Wie hoffnungsfroh stimmt mich da der Monatsspruch für den November:

Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt. 2. Petrus 1,13

Kalenderwoche KW 44 - Ein kleiner Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
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Herbstferien

Wir haben einen goldenen Herbst. Es sind Ferien, das Laub hat sich wunderbar Gold und Rot gefärbt, das wunderbare Herbstsonnenlicht lädt dazu ein, sich noch einmal in einem Straßencafé mit jemandem auf eine Tasse Kaffee zu treffen oder ein Seelsorgegespräch beim Spazierengehen zu führen und dabei noch einmal nicht nur gute Gedanken, sondern auch das wichtige Vitamin D zu tankendem gut über den Winter zu kommen.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 11 – Alles in Farbe – Grün

Alles in Farbe - Grün
Bildrechte Martin Dubberke

Im Augenblick trage ich eine grüne Stola. Eigentlich ist die meiste Zeit im Jahr grün. Die Zeit zwischen Sonntag Septuagesimä und Estomihi also die Vorpassionszeit und die Trinitatiszeit – sprich:  die ganzen Sonntage ab Trinitatis bis zum Vorletzten Sonntag des Kirchenjahres – sind grün. In dieser Zeit hängen am Altar und der Kanzel grüne Antependien. Und wer eine Stola trägt, legt sich eine grüne Stola um.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 10 - Alles in Farbe - die liturgischen Farben

Alles in Farbe
Bildrechte Martin Dubberke

Die Kirche ist bunt, so bunt wie das Leben. Für alles gibt es eine Farbe. So wie es auch im Leben oder der Werbung Farben für bestimmte Situationen gibt. So denken wir bei Rot sofort an die Liebe. Blau finden wir oft bei Versicherungen oder bei koffeinfreiem Kaffee oder alkoholfreiem Bier. Blau steht auch für Vertrauen. Oder Gelb – da fällt einem sofort die Post ein. Und bei Magenta hören wir sogar eine bestimmte Tonfolge.

Kalenderwoche 41 - Der kleine Wochenrückblick

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

DANKE

Am Erntedankfest haben viele Menschen in unserer Gemeinde zum Gelingen beigetragen. Das ist Gemeinde. Euch allen sage ich, sagen wir herzlichen Dank und Vergelt’s Gott zu. Dieses Erntedankfest war auch ein wenig Erntedank für alle bisherigen Mitglieder des Kirchenvorstands, die in den vergangenen sechs Jahren sich für die Zukunft unserer Gemeinde engagiert haben. Nun stehen die Wahlen vor der Tür. Wir freuen uns, dass wir einen guten Mix aus erneut Kandidierenden und neuen Gesichtern haben.

ANgeDACHT - Ich kann nicht klagen

Pfarrer Martin Dubberke
Bildrechte Johannes Dubberke

Der Klassiker: Zwei Menschen begegnen einander. Fragt der eine den anderen: „Na, wie geht es Dir?“ Und der andere antwortet: „Ach, ich kann nicht klagen.“

Schon allein das „Ach“ ist doch verräterisch. Wer nicht klagen kann beginnt seinen Satz nicht mit einem „Ach!“ Und wenn er dann noch sagt, dass er nicht klagen kann, dann ist doch damit auch alles Nachfragen sinnlos, oder?

KALENDERWOCHE 40 – EIN KLEINER WOCHENRÜCKBLICK

Rund um die Johanneskirche
Bildrechte Martin Dubberke

FEUERLÖSCHEN & REANIMATION

Am Montag ging es für uns Pfarrer nach Herzogsägmühle. Die Dekanatskonferenz stand mal wieder im Kalender. Alle vier Wochen kommen die Pfarrerinnen und Pfarrer, die Diakoninnen und Diakone zur Dekanatskonferenz zusammen. Da gibt es immer einen inhaltlichen Teil und einen sogenannten Geschäftsteil. Dieses Mal hatte die Notfallseelsorge den inhaltlichen Teil vorbereitet. Auf dem Programm standen Feuerlöschen und Reanimation. Also, eigentlich alles, was wir Pfarrerinnen und Pfarrer tagtäglich machen müssen.

KIRCHENAUSSTATTUNG: Folge 9 - Die Abendmahlstücher - leider viel zu wenig im Blick

Die Abendmahlstücher
Bildrechte Martin Dubberke

Im Rahmen der Paramentik spielen auch die Abendmahlstücher eine wichtige Rolle. Sie werden von der Gemeinde in der Regel aber nicht als Teil der Paramentik wahrgenommen. Wer in einen evangelischen Abendmahlsgottesdienst kommt, kann immer sofort erkennen, dass es sich um einen solchen handelt, weil das Abendmahlsgeschirr, Kelch und Patene vorbereitet auf dem Altar auf einem Tuch stehen und von Tüchern verdeckt sind. Es gibt insgesamt vier Abendmahlstücher: Das Corporale, das Purificatorium, die Palla und das Velum.