Am Sonntag haben wir die Hälfte der Fastenzeit erreicht und der Sonntag Lätare ist ein ganz besonderer Sonntag. Es ist ein Moment der Erleichterung und der Erneuerung, ein Vorgeschmack auf die kommende Osterfreude, die uns bald erwartet.
Der Sonntag der Freude bietet uns eine Gelegenheit, innezuhalten und die Hoffnung und das Licht zu feiern, die uns im Glauben begleiten. Wir werden daran erinnert, dass der Tod nicht über das Leben siegen wird. Und gerade nach dem viel zu frühen Tod unserer Pfarrerin Ulrike Wilhelm, die wir vor 1,5 Woche beerdigt haben, kann uns diese Verheißung Trost geben. Das Leben wird über den Tod siegen. Das ist die Botschaft von Ostern und das schimmert zur Hälfte der Passionszeit bereits durch.
Und nicht nur in Worten, denn es wechselt auch die liturgische Farbe. Das Passionsviolett wird durch das Weiß der kommenden Osterzeit etwas heller zu rosa – ein Zeichen der aufkeimenden Hoffnung und des Lichtes Christi, das alle Dunkelheit durchbricht und uns erleuchtet.
Die Freude, die wir an Lätare erfahren, ist nicht nur eine flüchtige Emotion, sondern eine tiefe und nachhaltige Freude, die aus dem Glauben und der Hoffnung auf die Auferstehung Christi entspringt. Versuchen wir trotz der Trauer den Blick an diesem Sonntag auf die Auferstehung zu richten und unsere Herzen mit der Freude zu füllen.
Prädikantin Elisabeth Thewes